Elterngruppe Frühgeborene in Coesfeld für Eltern frühgeborener Kinder

Wenn für den Anfang eigentlich noch Zeit wäre …

Wird ein Kind vor Vollendung der 37. Schwangerschaftswoche geboren, spricht man von einer Frühgeburt. Abhängig von der Schwangerschaftsdauer und Versorgung des Kindes können Frühchen teilweise weniger als 1.000 Gramm wiegen – und dann ist vieles anders als gewöhnlich. Eine zu frühe Geburt bedeutet auch das abrupte Ende einer manchmal schon komplizierten Schwangerschaft. Bevor das Mutterwerden rational verinnerlicht werden und eine emotionale Bindung aufgebaut werden konnte, ist das kleine Wesen bereits auf der Welt. Die anschließende Zeit im Krankenhaus ist dann oftmals geprägt von Ängsten und Sorgen um das Kind. Auch nach der Ankunft zu Hause bleiben viele Ungewissheiten bestehen. Die Tatsache, dass Frühgeborene gegenüber gleichaltrigen Kindern ein anderes Entwicklungstempo haben, häufiger unruhig sind oder sich schlecht füttern lassen, fordert von den Eltern vielfältige Anstrengungen.

Grundlage der familienorientierten Gesprächsnachmittage und -abende ist das Verständnis für die Besonderheiten der kindlichen Entwicklung in dieser frühen Phase.

Eltern werden beim Start „unter den erschwerten Bedingungen“ unterstützt. Hilfe, das Erlebte aufzuarbeiten und wertschätzend anzunehmen, wird angeboten.

Beim Elterntreff lernen Frühchen-Eltern sich kennen, treffen sich aus der Krankenhauszeit wieder, tauschen sich aus und verstehen sich ohne viele Worte.

Termine und Ablauf

Der Elterntreff für Frühgeborene wird von der Dipl.-Psychologin Heidi Mensing und Dr. Daniel Wüller, Arzt für Kinder- und Jugendmedizin, geleitet und findet in Coesfeld statt. Wer sich angemeldet hat, bekommt zu jedem Termin eine persönliche Einladung.

Die Treffen können bereits während des Krankenhausaufenthaltes oder erst nach einer Eingewöhnungszeit wahrgenommen werden.

Kosten

Das offene Angebot ist für die Familien kostenlos. Die Arbeit des Bunten Kreises wird weitestgehend durch Spenden finanziert, so auch dieses Angebot.